Die neue Realität auf dem Arbeitsmarkt
„Wir finden einfach niemanden.“ Dieser Satz ist mittlerweile in fast jeder Logistikhalle zu hören. Wenn der Materialfluss stockt, weil niemand den Stapler bedient, steht der gesamte Logistikprozess innerhalb der Wertschöpfungskette still. Doch wir müssen ehrlich zu uns selbst sein: Der Arbeitskräftemangel ist kein vorübergehendes Tief, sondern ein demografischer Wandel. In vielen Regionen gibt es schlichtweg nicht mehr genug Menschen für repetitive, schwere Hebeaufgaben.
Wenn Firmen kurzfristig Personalengpässe überbrücken müssen, landen sie meist bei zwei Klassikern: Leiharbeit oder Mehrarbeit. Beides rettet zwar den Moment, ist aber langfristig eine teure Strategie:
- Finanzielle Belastung: Die Stundensätze liegen oft über denen der Festangestellten.
- Risiko für das Team: Werden die Lücken durch Überstunden der eigenen Leute gefüllt, steigt der Druck. Die Folgen sind oft Erschöpfung, mehr Krankmeldungen und im schlimmsten Fall Kündigungen erfahrener Mitarbeiter.
Wer seine Wachstumsstrategie auf manueller Arbeit aufbaut, plant für eine Welt, die so nicht mehr existiert.